• Die verbotenen Heilpflanzen

    Artemisia Absinthium (Wermut)

    Der Begriff Artemisia leitet sich höchstwahrscheinlich von der griechischen Göttin Artemis ab, und Absinthium ist vom altgriechischen (oder aus dem Altpersischen übernommenen) Wort ἀψívθιoν (Absinthion) abgeleitet. Zu den gebräuchlichen Namen für Wermut gehören Grüner Ingwer, Krappkraut und Wermutsalbei. Er hat weiße oder grünlich-silbrige Stängel und gelb-grüne Blätter. Er ist für sein unverwechselbares Aroma und seinen bitteren Geschmack bekannt. Seit Hunderten von Jahren werden alle Teile der Pflanze in traditionellen medizinischen Verfahren verwendet. Popularität erlangte sie zunächst als Bestandteil des Absinths, eines französischen alkoholischen Getränks, und des Wermuts. Artemisia-Arten werden auf der ganzen Welt wegen ihrer antioxidativen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung verwendet. Der bemerkenswerteste Pflanzenstoff des Wermuts ist das Thujon, das…

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    Artemisia Annua (Süßer Wermut)

    Wie der Name „Einjähriger Beifuß“ besagt, wächst und blüht Artemisia Annua einjährig. Auch bekannt ist er unter dem Namen „süßer Wermut“. Er stammt aus der Familie der Korbblütler (bot. Asteraceae) und istursprünglich in sommerlich warmen Gegenden wie aus weiten Teilen Chinas oder dem Norden Indiens beheimatet. Doch auch in Europa wird der Einjährige Beifuß angebaut. Der gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris), der hierzulande wächst und als Küchengewürz verwendet wird, soll sich förderlich auf Verdauung und Völlegefühl auswirken, jedoch ist dieser nicht mit dem einjährigen Beifuß zu verwechseln, welcher einen enorm hohen naturheilkundlichen Nutzen besitzt. Bereits vor über 2000 Jahren wurde Artemisia Annua in China als Heilkraut geschätzt und vielseitig eingesetzt. Es…

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    Zistrose (Cistus Creticus ssp. Incanus)

    Die Zistrose wächst in einigen Gegenden Griechenlands wild auf magnesiumreichen Böden. Der Strauch der Zistrose wird bis zu einem Meter hoch. Wird es ihr zu heiß, klappt sie einfach ihre Blätter ein und wartet auf den nächsten Regen. So schafft sie es, monatelang auszuharren. Mit dem ersten Regen im Herbst öffnet sie ihre Blätter und bildet über den Winter dicke Blütenknospen. Im Frühjahr kommt schließlich ihre auffällig rosa zarte, leicht zerknitterte Blüte zum Vorschein. Die ganze Pflanze strömt einen zarten aromatischen Duft aus. In Griechenland ist die Heilwirkung der Zistrose seit Jahrhunderten bekannt und wird vielfältig genutzt. Erste Hinweise auf ihre Verwendung stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Griechische…